Firmengründer Christian Jäger lernte ab 1870 in Gonzenheim das Wagnerhandwerk und ging danach – wie in der Zunft üblich – auf Wanderschaft. Als er 1879
zurück nach Wehrheim kam und in die Handwerksrolle Wiesbaden eingetragen war, begann die inzwischen mehr als 125-jährige Geschichte der Firma Holz-Jäger. Im Jahr 1887 wurde dann Heinrich Jäger geboren, der das Handwerk von seinem Vater lernte und 1913 das Geschäft übernahm. Im Jahr darauf begann der Großvater der heutigen Inhaber mit bescheidenen Anfängen ein Sägewerk aufzubauen, das – ständig erweitert – die Zeit bis heute überdauerte.
Ab 1927 trieb ein Deutz Dieselmotor über Transmissionsriemen die Sägeblätter an. Zehn Jahre später ersetzte Heinrich Jäger den Motor durch eine große
Dampfmaschine, die mit den Holzabfällen gefeuert wurde. Von 1962 bis 1970 waren Gertrud Kraut und Else Christ, die Töchter von Heinrich Jäger, unterstützt von
ihren Ehemännern Adolf Kraut und Ernst Christ Inhaber von Holz-Jäger.
Erst 1970 wurde die Dampfmaschine durch Elektromotoren ersetzt. 1971 wurde der
Sägewerksmeister Joachim Christ Teilhaber der Firma. Zwei Jahre später war das bisherige Betriebsgelände an der Ecke Vogelsang Straße / Bierhausweg endgültig
zu klein und das Sägewerk wurde am Kappengraben neu errichtet. 1976 trat der Kaufmann Martin Christ in die Firma ein, und es wurde neben dem neuen Standort an der Usinger Straße der Holzfachmarkt eröffnet, den 1998 ein Neubau ersetzte.
Seit Ende der Neunziger Jahre betreiben die Gebrüder Christ das einzige Handelssägewerk des Hochtaunuskreises.
Ein großer Rückschlag in der Firmengeschichte ereignete sich im März 2005, als das gesamte Sägewerk abbrannte. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis man im
Sommer 2006 in der neuen Halle mit einer Blockbandsäge wieder in Betrieb gehen konnte.